USV im Rechenzentrum: Das müssen Sie wissen
Serverraum Verkabelung

Stromversorgung immer gewährleisten: USV im Rechenzentrum

05.05.2024
Rechenzentrum

Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) im Rechenzentrum ist nicht nur wichtig, um den laufenden Betrieb der IT-Infrastruktur sicherzustellen. Stromausfälle können im schlimmsten Fall auch zu Schäden an der Hardware oder auch zu Datenverlust führen.

Im Rechenzentrum nimmt die USV deshalb eine zentrale Rolle ein, um die dauerhafte Funktionalität zu gewährleisten, indem sie die Stromausfälle überbrückt. Wir von Cadolto Datacenter bieten Ihnen deshalb optional immer eine USV für unsere „schlüsselfertigen“ Module an. Unsere Experten raten Ihnen, immer eine USV in Ihrem Rechenzentrum zu integrieren.

Damit Sie entscheiden können, welche Form der USV für Ihr Rechenzentrum die richtige ist, möchten wir Ihnen einen kleinen Überblick über die wichtigsten Kriterien geben.

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Gefahr eines Stromausfalls: Die Lage in Deutschland

Selbst technologisch-weitentwickelte Industrienationen wie Deutschland sind nicht vor einem Stromausfall geschützt. Jederzeit kann einer ohne Vorwarnung eintreffen, Gründe dafür gibt es viele. Bereits eine stürmische Wetterlage kann ausreichen, um Schäden an der Netzinfrastruktur zu verursachen, die einen kurzfristigen oder längeren Stromausfall nach sich ziehen können.

Das Beispiel Deutschland zeigt, wie die Situation aussehen kann: Blackouts sind großflächige Stromausfälle. Sie kommen in Deutschland nur sehr selten vor. Dennoch sind kleinere Stromausfälle nichts Ungewöhnliches. Die neuesten Untersuchungen der Bundesnetzagentur (Stand: Januar 2024) besagen, dass im Jahr 2020 ein Stromausfall in der Regel etwa 10 Minuten und 44 Sekunden betrug.

Zahlen wie diese mögen auf den ersten Blick sehr kurz wirken. Dennoch kann bereits ein so kurzer Stromausfall schwere Schäden verursachen. Die USV kann ein Rechenzentrum davor schützen.

Merke:

Selbst in Industrienationen wie Deutschland ist man vor einem Stromausfall nicht geschützt. Stromausfälle können hohe Schäden verursachen. Eine USV im Rechenzentrum kann die Zeit überbrücken, bis wieder Strom aus dem Netz verfügbar ist.

Welche USV-Anlagen für Rechenzentren gibt es?

Die richtige Auswahl einer USV-Anlage für ein Rechenzentrum ist von drei Hauptaspekten abhängig: Verfügbarkeitsklasse, Skalierbarkeit und Autonomiezeit.

Mit der Verfügbarkeitsklasse wird definiert, wie im Rechenzentrum die USV in die Infrastruktur integriert ist. Hier werden verschiedene Redundanzkonzepte wie N+1 oder 2N für unterschiedliche Anforderungen eingesetzt.

Skalierbarkeit ist besonders wichtig, wenn das Rechenzentrum schrittweise erweitert wird. Eine modulare USV-Anlage bietet hier den Vorteil niedrigerer Anfangsinvestitionen und Betriebskosten und ermöglicht einen effizienten, umweltfreundlichen Betrieb.

Der Begriff Autonomiezeit einer USV-Anlage legt fest, wie lange die USV das Rechenzentrum bei einem Stromausfall mit Energie versorgen kann. Üblicherweise reichen 5 bis 15 Minuten aus, um die Zeit bis zur Inbetriebnahme eines Notstromaggregats zu überbrücken oder die Server kontrolliert herunterzufahren, um Schäden und Datenverluste zu vermeiden.

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Wie sollte eine USV im Rechenzentrum dimensioniert werden?

Die korrekte Dimensionierung einer USV im Rechenzentrum ist grundlegend für eine reibungslose und effiziente Funktion der IT-Infrastruktur. Neben der Verfügbarkeitsklasse, Skalierbarkeit und Autonomiezeit gibt es noch weitere wichtige Faktoren, die bei der Dimensionierung berücksichtigt werden sollten.

Auch die zu erwartende Last ist ein entscheidender Faktor. Sie sollte nicht nur den gegenwärtigen, sondern auch zukünftigen Strombedarf abdecken. Dabei muss die USV so gewählt werden, dass sie nicht nur die Spitzenlasten abdecken kann, sondern auch genügend Kapazitäten für künftiges Wachstum bietet. Da mit der Modulbauweise von Cadolto Datacenter jedes Modul mit einer eigenen USV ausgestattet werden kann, ist hier bereits eine sehr gute Leistungskapazität auch mit Blick auf den Ausbau des Rechenzentrums gegeben.

Die Kompatibilität mit bestehender und zukünftiger Technologie ist ebenso wichtig. Die USV muss in der Lage sein, mit der heute genutzten Technologie und den geplanten technologischen Upgrades zusammenzuarbeiten.

Darüber hinaus hängt die ideale Größe und Technik der USV von der spezifischen Nutzung des Rechenzentrums ab. Einige Rechenzentren benötigen eine hohe Redundanz und Fehlertoleranz, während andere mehr Wert auf Energieeffizienz legen. Eine gründliche Analyse der Anforderungen und Ziele des Rechenzentrums hilft dabei, die am besten geeignete USV-Lösung zu ermitteln.

Letztendlich hängt die optimale Dimensionierung von den spezifischen Anforderungen des jeweiligen Rechenzentrums und den darin gehosteten Diensten und Anwendungen ab. Ein professioneller Rat eines Fachmanns kann hierbei sehr hilfreich sein. Das Expertenteam von Cadolto Datacenter steht Ihnen gerne zur Seite.

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FAQ

Was versteht man unter USV?
USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) und bezeichnet ein System, das bei einem Ausfall der regulären Stromversorgung einspringt, um elektronische Geräte und Systeme weiterhin mit Energie zu versorgen. Damit dient die USV dazu, kritische Systeme wie Server in Rechenzentren vor den negativen Auswirkungen eines unerwarteten Stromausfalls zu schützen.
Welche Arten von USV gibt es?
Es gibt grundsätzlich drei Arten von USV-Systemen: Offline-USV (Standby), Line-Interactive USV und Online-USV (Doppelwandler). Während Offline- und Line-Interactive USV-Systeme primär als Schutz vor Stromausfällen und Spannungsschwankungen dienen, bieten Online-USV-Systeme einen durchgängigen Schutz durch Umwandlung des Wechselstroms in Gleichstrom und zurück, was sämtliche Störungen aus dem Stromnetz filtert.
Wie funktioniert eine USV?
Eine USV fungiert im Normalbetrieb als Durchleitung. Sie lässt also den Netzstrom direkt zu den angeschlossenen Geräten fließen, während sie gleichzeitig die integrierte Batterie lädt. Im Falle eines Stromausfalls oder einer Netzstörung schaltet die USV nahezu augenblicklich um und speist die gespeicherte Energie der Batterie in das angeschlossene System ein, um einen kontinuierlichen Betrieb zu gewährleisten. Die gibt Zeit, um Server herunterzufahren oder ein Notstromaggregat in Betrieb zu nehmen.
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